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Epilepsiezentrum Kiel für Erwachsene

Download: Flyer zum Thema

Das Epilepsiezentrum Kiel für Erwachsene an der Klinik für Neurologie betreut Menschen mit Epilepsien. Es besteht eine enge Kooperation mit den Nachbardisziplinen Neuroradiologie, Neurochirurgie, Neuropädiatrie, Kardiologie und Psychiatrie.

Allgemeines zu Epilepsien

Epilepsien gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Gehirns. In Deutschland leben etwa 600.000 - 800.000 Patienten mit einer Epilepsie, etwa 40.000 erkranken pro Jahr neu. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter beginnen, wobei zwei Gipfel bestehen: im Kindes- und Jugendalter und im höheren Lebensalter. Über die gesamte Lebensspanne erleiden ca. 10% der Menschen einen einzelnen epileptischen Anfall; die Wahrscheinlichkeit irgendwann einmal im Leben an einer Epilepsie zu erkranken steigt im hohen Lebensalter bis auf 3,5%.

Epilepsien äußern sich durch das Auftreten von Anfällen. Während der Anfälle bestehen unterschiedlich lang andauernde Veränderungen der Hirnfunktion, die nicht immer mit einem Bewußtseinsverlust verbunden sein müssen. Die Anfälle können von Patient zu Patient sehr verschieden sein in der Art und Weise der Beeinträchtigung, in ihrer Dauer und in ihrer Häufigkeit. Bei etwa zwei Dritteln der Patienten können die Anfälle durch eine optimale medikamentöse Therapie dauerhaft unterdrückt oder zumindest befriedigend kontrolliert werden.

Eine Epilepsie kann das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen schwer beeinträchtigen. Neben der Kontrolle der Anfälle entstehen im Verlauf der Erkrankung häufig weitere Probleme in Bezug auf Ausbildung und Beruf, Schwangerschaft und Verhütung, Sport und Reisen, Fahrtauglichkeit oder Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen. Fehlende Kenntnis und Vorurteile in der Bevölkerung können die Patienten zusätzlich belasten. Hierdurch wird deutlich, dass Epilepsien Erkrankungen des Gehirns sind, die den Lebensalltag des Menschen insgesamt betreffen.

Epilepsieambulanz

In der zertifizierten Epilepsieambulanz für Erwachsene stellen wir Indikationen zur Einleitung, Umstellung oder auch Beendigung einer medikamentösen Behandlung, zur Evaluation einer Vagusnervstimulation oder Tiefen Hirnstimulation, epilepsie-chirurgischer Behandlungsmöglichkeiten oder zur Psychotherapie. Im Rahmen kontrollierter klinischer Studien besteht die Möglichkeit des Einsatzes neu entwickelter Medikamente. In ausführlichen Beratungen besprechen wir sozialmedizinische Probleme, wie Ausbildung und Beruf, Schwangerschaft und Verhütung, Sport und Reisen, Fahrtauglichkeit oder Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen.

In unserer Epilepsieambulanz wird täglich (Mo-Fr) Sprechstunde durchgeführt. Für Notfälle halten wir immer einen telefonischen Ansprechpartner und kurzfristige Ambulanztermine vor. Außerhalb der regulären werktäglichen Arbeitszeiten fungiert unsere Notaufnahme als Anlaufstelle bei Patienten aus der Epilepsieambulanz.

Die Anmeldung für die Epilepsieambulanz kann über den Hausarzt oder über einen Facharzt für Neurologie/Nervenheilkunde erfolgen (Tel: 0431 / 597-8529). Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass aufgrund starker Nachfrage meist mehrwöchige Wartezeiten entstehen.

Zu Ihrem Termin in der Epilepsieambulanz bringen Sie bitte alle Unterlagen mit, die Sie zu Ihrer Krankengeschichte besitzen, insbesondere Informationen zu vorausgegangenen medikamentösen Behandlungen, Bildgebung (z.B. MRT) oder EEGs.

Epilepsie-Monitoring-Unit (EMU) und Komplexbehandlung

In der Epilepsie-Monitoring-Unit erfolgt eine mehrtägige kontinuierliche Video-EEG Ableitung um anfallsverdächtige Ereignisse und epileptische Anfälle zu beurteilen.

Hier behandeln wir Patienten, bei denen die Diagnose einer Epilepsie noch unklar ist oder Patienten, bei denen unter mehrfachen medikamentösen Kombinations-behandlungen keine Anfallsfreiheit erreicht werden konnte.

Im Rahmen einer stationären Komplexbehandlung schwerbehandelbarer Epilepsien können behandlungsschwierige Erkrankungsverläufe durch ein interdisziplinärer Team, bestehend aus Epileptologen, Neuropsychologen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden und Sozialarbeitern, intensiv betreut werden.

Anmeldung:

Tel.:    0431/500-23900
E-Mail: epilepsie@neurologie.uni-kiel.de